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Beach-Cup 2026 – Ein Pokal auf Abwegen, Sonne, Sand und zwei Stimmen, die man nicht vergisst

Markus Romer

3. Juli 2026

Kurz vor Spielbeginn herrschte bei den ü35 Cracks leichte Nervosität – und zwar nicht wegen der Gegner, sondern wegen des Wanderpokals. Wie bereits vor zwei Jahren durchkämmten sie das Restaurant Frohsinn, wo der Pokal damals seelenruhig im Kranzkasten neben tausenden anderen Pokalen gewartet hatte, als hätte er dort Ferien gebucht.

Doch dieses Jahr? Nichts. Kein Glitzern, kein Pokal, kein Hinweis. Die Cracks suchten weiter, und ü35-Chef Christoph Schmucki kommentierte trocken: «Wenn der Pokal Beine hätte, wäre er wohl schon im Einlaufen.»


Nach längerem Suchen fand Schmucki den Pokal schliesslich bei sich zu Hause – sicher verstaut, gut versteckt, und offenbar bereit für seinen nächsten grossen Auftritt. Damit war klar: Der Beach-Cup konnte beginnen, und der Pokal hatte seinen ersten kleinen Skandal bereits hinter sich.


Zum bereits siebten Mal lud Organisator Markus Romer zum Beach-Cup, und wie jedes Jahr folgten die Turnerinnen und Turner diesem Ruf, als wäre es der Startschuss zu einem heiligen Ritual. Zwar standen diesmal nur fünf Teams im Tableau, doch wie Oberturner Andrin später lachend meinte: «Lieber fünf Teams mit Feuer als zehn mit Funken.»


Und Feuer hatten sie alle.


Vorrunde – Das Vorspiel der Giganten


Gespielt wurde im Modus «alle gegen alle», und bereits im zweiten Match kam es zum Duell, das man in Reichenburg inzwischen auch einfach nur «das Klassikerli» nennt: ü35 Cracks vs. Hackfleisch.


Die Vorrundenpartien wurden auf knackige acht Minuten begrenzt – damit die Sonne keine Chance hatte, um vorzeitig hinter dem Horizont zu verduften.


Das Gigantenduell endete mit 14:10 für die ü35 Cracks, worauf Riese Luca Diethelm vom Team Glüschtler trocken kommentierte: «Wenn die Cracks heiss laufen, kannst du nur noch hoffen, dass der Sand nicht schmilzt.»


Doch auch die anderen Teams zeigten Zähigkeit, allen voran die Glüschtler, die sich den beiden Favoriten jeweils nur hauchdünn geschlagen geben mussten.


Die Vorrunde endete mit folgender Rangliste:

  1. Ü35 Cracks – 8 Punkte

  2. Hackfleisch – 6 Punkte

  3. Glüschtler – 4 Punkte

  4. Ufschlag is Glück – 2 Punkte

  5. Ü35 Vaudeämäm – 0 Punkte


Damit verabschiedete sich das glücklose Team Ü35 Vaudeämäm aus dem Turnier – aber nicht aus den Herzen der Zuschauer.


Halbfinals – Jetzt wird’s ernst


Im ersten Halbfinale schaffte es Hackfleisch, nach zwischenzeitlichem Rückstand gegen die Glüschtler doch noch den Finaleinzug zu sichern. Im zweiten Halbfinale liessen die ü35 Cracks nichts anbrennen und schickten die Jungspunde von Ufschlag is Glück mit einem klaren 18:10 vom Platz.


Finalspiele – Bronze, Silber, Fleisch


Kleines Finale – Bronze Die Glüschtler sicherten sich mit 21:16 erneut Bronze. Riese Luca meinte dazu: «Bronze ist schön. Aber nächstes Jahr wollen wir ein Metall, das man polieren muss.»


Grosses Finale – Das epische Re-Match Das Finale zwischen Hackfleisch und den ü35 Cracks war ein Hin und Her, ein Drama in 21 Punkten, ein Spiel, das man später wohl mit dem Satz zusammenfasst: «Es war alles drin – ausser Langeweile.»


Kurz vor Schluss gingen die Herausforderer Hackfleisch mit drei Punkten in Führung – und gaben diesen Vorsprung nicht mehr her. Revanche geglückt. Pokal geholt. Duft von Triumph in der Luft.


Oberturner Andrin fasste es später so zusammen: «Wenn Hackfleisch im Finale serviert wird, bleibt’s selten roh.»


Schlussrangliste 2026

  1. Hackfleisch – Pokalgewinner

  2. Ü35 Cracks

  3. Glüschtler

  4. Ufschlag is Glück

  5. Ü35 Vaudeämäm


Gemütlicher Ausklang – Fachsimpeln, Nachtrauern, Lachen


Beim anschliessenden Zusammensitzen wurde über spektakuläre Ballwechsel philosophiert, über verpasste Punkte lamentiert und über die Zukunft spekuliert. Ein besonderer Dank ging an Festwirtin Doris Schiesser, die mit stoischer Ruhe und einem Lächeln, das vermutlich sogar Matchbälle entschärfen könnte, für das leibliche Wohl sorgte.


Erst irgendwann um halb-irgendwas machten sich die letzten Heimkehrer auf den Weg – manche mit schweren Beinen, alle mit leichtem Herzen.


Die ewige Siegerliste

  • 2020 – ü35 Cracks

  • 2021 – ü35 Cracks

  • 2022 – Hackfleisch

  • 2023 – ü35

  • Cracks 2024 – Hackfleisch

  • 2025 – ü35 Cracks

  • 2026 – Hackfleisch


Man könnte sagen: «Wenn’s kein Fleisch ist, sind’s die Cracks.»


Oder wie es Methusalem Vitus es formulierte: «Das ist kein Turnier – das ist ein Zweikampf mit drei Statisten.»


Und genau deshalb lieben wir diesen Beach-Cup.

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